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2 Monate ♥

Mein lieber kleiner großer Schatz. Nun bist du schon 2 Monate bei uns. Die Zeit mit dir ist so wunderschön und so wertvoll und vergeht einfach viel zu schnell. Ich habe jeden Tag das Gefühl, du bist ein bisschen größer geworden und jeden Tag entdecke ich etwas Neues an dir. Ich hab dich einfach so lieb. ♥

An Heilig Abend haben wir von den 1er Windeln auf die 2er Windeln gewechselt und du hast das erste Mal Größe 62 getragen. Vom Gewicht her hättest du zwar noch in die 1er Windeln gepasst, aber wir hatten das Gefühl, die laufen inzwischen viel zu schnell aus. Also mussten größere Windeln her. Und siehe da. Sie passen viel besser und sind um einges dichter, als die 1er.
Bei der Kleidung ist es so, dass du zwar noch in die 56er Kleidung passt, aber du füllst sie voll aus. Ich denke, du hast sie die längste Zeit getragen und wir ziehen dir immer öfters in 62 an.
Auch begann es um die Weihnachtszeit rum, dass du nicht mehr täglich Stuhlgang hattest. Das war für Papa und mich sehr komisch und wir haben uns doch ein bisschen Sorgen gemacht. Es kam nun vor, dass wir mal 4 oder mal 5 Tage auf deinen Stuhlgang warten mussten. Und da du davor immer täglich Stuhlgang hattest war es eben komisch für uns. Und manchmal hat es dich dann auch gedrückt und gezwickt und du musstest weinen, das hat Papa und Mama dann auch weh getan und wir haben so mit dir gelitten. Und letzte Woche haben wir sogar 7 Tage auf den Stuhlgang gewartet. Jetzt ist der Abstand gerade wieder eher kürzer. Ich bin sehr gespannt, wie sich das jetzt einpendelt.

Am 1. Weihnachtsfeiertag – Ja, wir hatten unser erstes Weihnachten als Familie. ♥ Doch wir haben dies noch nicht so besonders/anders gefeiert, da du noch sooo jung warst. Jedenfalls sind wir am 1. Weihnachtsfeiertag zu meinen Eltern gefahren, deine erste größere Reise. 2einhalb Stunden Autofahrt und du hast einfach durchgeschlafen!
Papa und ich waren sehr gespannt, wie du das „verkraften“ würdest (also die neue Umgebung). Aber unsere Sorgen waren unbegründet. Du hast dich dort sehr wohl gefühlt und hast genauso geschlafen, wie zu Hause. Außerdem gab es da so viele Leute, (deine Oma, dein Opa, Onkels und Tanten…) die dich getragen haben und sich mit dir unterhalten haben. Das hast du natürlich auch sehr genossen. 🙂 …Da es dir dort so gut ging, waren wir dann bis Neujahr dort und es war eine sehr schöne Zeit. 🙂
Dein erstes Silvester hast du total verschlafen. Denn da wo Oma und Opa wohnen hört man einfach kein Geböller. 😀 Und Papa und Mama waren sogar kurz außer Haus und haben die wunderschöne Aussicht auf das Feuerwerk in den Tälern genossen. 🙂
Und weil das so toll geklappt hat, sind wir das 2. Januarwochenende auch nochmal dort gewesen, denn eine deiner Tanten wurde 30 Jahre alt. 🙂
(PS: Wir dachten zuerst, dass die Umstellung von meinem Essen, auf das Essen von meiner Mama zu deinen Stuhlgangproblemen geführt hatte. Aber da das „Problem“ hier weiter ging hatte das wohl nix damit zu tun.)

Inzwischen ist es auch schon vorgekommen, dass du 9 Stunden (ja wirklich!) am Stück geschlafen hast. Wir konnten das erst gar nicht glauben und dachten, das wäre ein Zufall. Aber es war keiner. Du hast das nämlich noch öfters gemacht. Wo es im 1. Monat so war, dass du so 5 bis 6 Stunden in der Nacht geschlafen hast, schläfst du nun immer eher 7 bis 9 Stunden (18:15 bis 3:00). Papa und Mama genießen das natürlich sehr. 🙂 Der Nachteil daran ist aber, dass es nun öfters vorkommt, dass du danach dann nicht mehr gleich einschläfst. Und so kommt es immer mal wieder vor, dass du in der Nacht 1 bis 2 Stunden wach bist. (Mal mit Geschrei und mal ohne…)

Du bist immernoch ein sehr aufmerksames Kind und schaust dir alles ganz intensiv an. Dinge, die so ca 15-30cm von dir entfernt sind, kannst du nun richtig fixieren und lange anschauen/beobachten. So findest du zB das „Hängeteil“, das am Griff vom Maxi Cosi ist, total faszinierend und schaust es oft und gerne an. 🙂 Auch andere Mobiles haben es dir angetan.
Von deiner Patin hast du zu Weihnachten einen Hasen bekommen, mit einer roten Nase. Den hast du immer ganz lange und intensiv angeschaut. Vorallem die Nase hat es dir angetan. Generell hast du Anfang des Jahrs am Liebsten und am Längsten rote Dinge oder Gesichter angeschaut. Inzwischen schaust du aber alles lange und intensiv an, was dir so ins Blickfeld kommt!
Von einer Freundin von mir hast du einen kleinen Elefanten bekommen, mit einem Glöckchen drin. Wir haben den immer verwendet, um ihn vor den Schnuller zu stellen wenn er in deinem Mund ist, damit dieser nicht rausrutscht. Inzwischen haben wir das Gefühl, dass du ohne diesen Elefanten nicht mehr schlafen kannst/willst. Dein Kopf ist immer in seine Richtung gedreht und die Nase immer ganz nahe des Elefanten. Anscheinend brauchst du seine Nähe/seinen Geruch zum Schlafen. 🙂

Du bewegst dich inzwischen auch viel mehr und strampelst mit den Beinen und den Armen noch intensiver/enegerischer. Deine Hände berühren immer mal wieder etwas. Eine zeitlang ging deine Hand dann immer auf und zu. Es sah so aus, als würdest du das was deine Hand da gerade berührt mit deinen Fingerspitzen ertasten. Inzwischen lässt du deine Hand auch mal offen, wenn du etwas berührst und streichst darüber. 🙂
Und deine Faust wandert immer öfters in den Mund und geht auch ganz weit in den Mund. Du beginnst gerade also, die Sachen mit deinem Mund zu „begreifen“. 🙂 Und du machst mit deinem Mund nun auch immer mal wieder so Blubberblasen.
Wenn du nach dem Schlafen wach wirst, streckst du dich inwzsichen so richtig. Wie die Erwachsenen. Da gehen die Arme ganz weit nach oben und die Beine werden ausgestreckt, so weit es geht. Generell bewegst du deine Hände nun auch viel mehr in der Luft. So kommt es auch oft vor, dass du dir so richtig die Augen reibst, gerade wenn du müde bist.

Wenn du bei Papa oder Mama auf der Schulter bist, ist es nun auch so, dass es da einen „Sabberfleck“ gibt. Denn auch hier versuchst du das T-Shirt oder den Pullover mit dem Mund zu „begreifen“. Das ist auch neu. Anfangs konnten wir dich nämlich locker ohne Sabbertuch herumtragen. 🙂 Inzwischen ist das aber ein MUSS, wenn man keinen nassen Rücken haben will! 😀
Und inzwischen ist es auch so, dass du es auch magst, anders getragen zu werden. So magst du den Fliegergriff ganz gerne, denn da kannst du dich auch ganz toll umschauen. Und ich kann dich auch auf dem Arm halten, in der Wiegeposition. Das ging am Anfang ja nicht. Inzwischen beruhigst du dich da bei mir aber auch und kuschelst dich an mich. 🙂 Und meistens schläfst du so auch bei mir auf dem Arm ein! Die Wiegeposition magst du aber eher bei Frauen. Bei Männern gefällt dir die Position immer noch nicht. 😀

Was auch total schön ist an dir zu sehen, ist, dass du immer öfters bewusst lächelst. 🙂 Dies machst du ganz gerne, wenn ich dir etwas erzähle. Dann schaust du mich ganz intensiv an und „unterhälst“ dich mit mir, in dem du den Mund immer wieder öffnest und zu machst oder die Zunge raus streckst. Das ist dann eine Aufforderung für mich und ich muss dir auch die Zunge raus strecken. 🙂 Und in diesen Momenten huscht immer wieder ein Lächeln über dein Gesicht. 😉 Bei anderen Leuten (auch bei Papa) klappt das noch nicht so sehr. Aber du „unterhälst“ dich auch gerne mit anderen Leuten. Nur das Lächeln kommt da noch nicht so…
Aber was dir IMMER ein Lächeln aufs Gesicht zaubert, ist die Decke überm Wickeltisch. 😀 Wenn du auf dem Wickeltisch liegst starrst du nämlich die Decke an und streckst die Zunge raus und öffnest den Mund und lächelst drauf los. (Ich vermute, du siehst da irgendwelche Gesichter, da wir eine Holzdecke haben und da so viele Astlöcher sind!) Jedenfalls ist das total schön mit anzusehen.
Und es kommt immer öfters vor, dass das Lächeln noch nen Ton bekommt. Das hört sich dann so an, wie wenn man so die Luft ansaugt und dabei ein Ton herauskommt. (Mensch, das ist schwer zu erklären. :-/ ) Jedenfalls ist es sehr schön, das zu sehen und zu hören. 🙂
Und dir gelingen auch immer wieder irgendwelche Töne. So kommt nun öfters mal (gerade beim Weinen) so ein rollendes Rrr (wenn man beim Weinen nach Luft schnappen muss) oder ein „mmmmmmm“ oder so ein „AI“ oder du kannst nun auch Wimmern … Ah, ich freu mich schon so darauf, wenn du mal so richtig vor dich hinbrabbelst und so richtig laut lachen kannst. ♥

Wenn es dir mal nicht so gut geht und du weinen musst (wegen Hunger, weil dir was nicht passt, weil ein Pups drückt…) hast du nun auch immer öfters Tränen in den Augen und manchmal läuft dir sogar die eine oder andere Kullerträne über die Wange. Aber das passiert nicht ganz so oft.

Und gestern haben wir ein neues Experiment gewagt. Ich habe am Abend zuvor etwas Muttermilch abgepumpt und Papa durfte dir diese dann gestern mit einer Flasche geben. Wir waren sehr gespannt, ob und wie du aus der Flasche trinken würdest. Und weisst du was?! Es hat geklappt, ohne wenn und aber. Kaum hattest du den Sauger im Mund hast du gesaugt wie ein Weltmeister (wie an der Brust auch). 😀 Das ging so schnell. Die Flasche war ratz fatz leer. So schnell konnten wir gar nicht schauen. 😀 Wir sind sehr stolz auf dich, dass du das so toll kannst. Denn so kann ich jetzt immer mal wieder ein bisschen Milch abpumpen und ich könnte man länger weg sein und wir wissen, dass der Papa dir eine Flasche geben kann.

Eben habe ich den Bericht vom 21. Dezember gelesen. Hierzu muss ich noch ergänzen: Das am Finger Nuckeln magst du gar nicht mehr. Man kann dich hiermit nicht mehr beruhigen. Dein Trostspender ist inzwischen der Schnuller, oder dann eben die Nähe von Mama oder Papa.

 
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Verfasst von - 21. Januar 2013 in Monatsberichte

 

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1 Monat ♥

1 Manat ist es schon her, dass ich Mama geworden bin. ♥
Ich möchte gerne ein paar verschiedene Themen ansprechen/erwähnen. Zuerst ein paar Dinge zu mir/von mir:

Die Nächte im Krankenhaus:
Im Krankenhaus ging es mir grundsätzlich echt gut. Ich war alleine in meinem Zimmer und habe mich da sehr wohl gefühlt und total ungestört, da es immer sehr ruhig und entspannt war. Der Besuch hat sich auch im Rahmen gehalten. Am Tag nach der Geburt war eine Freundin da und ein Tag danach waren die Schwiegereltern und der Bruder meines Mannes mit Familie da und noch ein Arbeitskollege von meinem Mann. Das war mal kurz stressig, da alle zusammen da waren. Aber das war zum Glück nur an einem Tag so. Am 3. Tag hatte ich dann total die Ruhe und am 4. Tag ging es dann nach Hause.
Die Hebammen waren auch alle sehr nett. Klar musste man sich auf jede neu einstellen, aber damit hatte ich keine Probleme. Es war gut, so wie es war.
Die Nächte im Krankenhaus waren für mich sehr schwer/unangenehm. Ich trage ja Hörgeräte und war mit meinem Zwerg, wie schon erwähnt, alleine in einem Zimmer. Ich hatte solche Sorgen, ihn nicht zu hören, dass ich nie wirklich richtig tief geschlafen habe. Ständig habe ich die Augen geöffnet und rüber geschaut, ob er sich noch bewegt. Und da sich Babies im Schlaf ja nicht immer bewegen, hat das als mal eine Weile gedauert. Und kaum waren die Augen dann zu, hab ich was gehört oder mir wieder neue Sorgen gemacht. Es war echt nicht schön für mich. :-/
Deshalb kann ich sagen, ich habe die erste Nacht im eigenen Bett, neben meinem Ehemann sooo sehr genossen. Ich WUSSTE, er ist da und würde den Zwerg hören. Ich bin in solch einen Tiefschlaf gefallen, es tat soooo gut. 😉 Und inzwischen kann ich auch von mir sagen, dass ich den Kleinen höre. Aber das konnte ich nur herausfinden, durch die Sicherheit, die ich durch meinen Mann bekommen habe. Im KH war das einfach nicht möglich…

Mein Wohlbefinden nach der Geburt:
Wie im Geburtsbericht schon geschrieben, fand ich die Risse, bzw die dadurch verursachten Schmerzen viel schlimmer als Geburt/Wehen an sich. Deshalb waren die ersten beiden Toilettengänge für mich die reinste Qual. Das erste Mal habe ich das Pieseln sofort wieder abgebrochen und beim zweiten Mal habe ich (ganz tapfer 😉 ) in meinen Pyjama gebissen! Danach wurds dann wirklich von Mal zu Mal besser. Stuhlgang war aber zB überhaupt nicht schmerzhaft für mich und das obwohl ich nen Dammriss hatte.
Aber die Wunde, die nicht genäht werden konnte, schmerzte eine Weile (gerade als ich dann nach Hause kam und mich viel mehr bewegte als im KH, wurds nochmal intensiver!). Mir tat es sehr gut, beim Pipi machen gleich Wasser mit rüber zu schütten. Und was ich total toll fand, im KH gab es gefrorene Binden mit Arnica drauf. Mensch, das tat sowas von gut. 🙂
Zu Hause merkte ich die Wunde auch noch eine Weile. Gerade beim Sitzen war es immer mal wieder unangenehm. 2 Wochen nach der Geburt war es dann aber gut.
Die Rückbildung meiner Gebärmutter verlief Bestens. Ca 2 Wochen nach der Geburt meinte die Hebamme, dass alles top ist und die Gebärmutter so ziemlich fertig zurück gebildet ist. Da war auch das blutige Wochenbett vorbei…

Mein Gewicht:
In der gesamten Schwangerschaft habe ich 5kg zugenommen, was ich als sehr angenehm empfand. Da ich e sehr übergewichtig bin, war ich sehr froh darüber, dass mein Gewicht nicht so dermaßen nach oben ging.
Nun nach der Schwangerschaft wiege ich 10kg weniger als kurz vor der Geburt. Das heißt, ich wiege jetzt 5kg weniger als vor der Schwangerschaft. Ui, wie toll. 😀
Am 6. Dezember habe ich schon wieder in eine meiner alten Jenas gepasst und habe mich tierisch darüber gefreut.
Ich hoffe nun, das mit meinem Gewicht geht so weiter. Wollte doch schon so lange abnehmen. Vielleicht klappt es ja jetzt mit Kind, da nun viel mehr Bewegung ansteht. 😉

Das körperliche Wohl des Kleinen im KH:
Da der Kleine gerade am Anfang noch keine nährhafte Milch erhalten hat, hatte er den Ansatz zur Gelbsucht. Aber die Werte waren alle noch ohne Bedenken. Sie lagen irgendwo um 10. Ab 20 hätte man nicht nach Hause gelassen. Von daher, war das ok so. Also man hat schon gesehen, dass der Kleine bisschen gelb war, aber es gab keinen Grund für Bedenken.
Am 3. Tag wurde mir ein Milchbildungstee empfohlen, damit das mit der Milchbildung noch schneller/besser von Statten geht, damit seine Gelbsucht nicht noch stärker wird. Ich fand den Tee klasse und trink ihn noch heute. 😀
Außerdem klappte es am Anfang auch noch nicht so mit dem Stuhlgang. Im KH hatte er bis zum 3. Tag keinen Stuhlgang (außer direkt nach der Geburt, das was da halt noch war…) … Man spielte also schon mit dem Gedanken, mal mit dem Fieberthermometer nach zu helfen. Aber siehe da. Am Abend, kurz bevor das Thermometer zum Einsatz kommen sollte, hatte er doch Stuhlgang… (Hihi und da fällt mir grad ein. Er hat mich doch gleich am 2. Tag angepieselt. TZ. 😛 )

Der Hörtest:
Es gibt ja seit einigen Jahren dieses Hörscreening. Als ich in der Schwangerschaft davon gehört habe, war ich sofort davon begeistert. Ich habe mir so oft Gedanken um das Hörvermögen meines Kindes gemacht. Mir ist während der Schwangerschaft nämlich NIE aufgefallen, dass mein Baby auf Geräusche reagiert. Deswegen hatte sich da auch immer wieder der Gedanke eingeschlichen, dass mein Baby evtl (durch Vererbung) beeinträchtigt sein könnte. Von daher war ich umso dankbarer für diesen Hörtest. Denn da würden wir sehr sehr zeitig erfahren ob das Baby nun hören kann und wie gut…
Als unser Wunder nun da war, konnte ich nie sagen, ob er nun hört oder nicht. Mir ist zwar aufgefallen, dass er bei lauten Geräuschen zusammen gezuckt ist, aber das hätte auch durch die Vibration sein können…
Am 2. Tag war es dann soweit und der Test wurde Abends, als der Kleine schlief, durchgeführt. Los ging es mit dem linken Ohr. Die Hebamme startete das Gerät und nichts tat sich. Bzw es brauchte sehr sehr sehr lang. Da lag ich nun, war schon fast den Tränen nahe. Mein Kind könnte taub sein. Wie würde der Alltag so wohl sein? Das Ganze ging 5 Minuten und es tat sich einfach nichts. 😦 … Die Hebamme ließ es dann irgendwann bleiben und meinte, dass das Ohr noch von der Geburt verstopft sein könnte. Klar, das hatte ich im Vorfeld auch gelesen und wusste ich, dass das so sein kann. Aber wenn man als Mama selbst Hörgeräte trägt und so ein Test nicht anschlägt sieht man nur noch schwarz! … Ich hab mir schon überlegt, wie ich das meinem Mann (der zu Hause war) beibringen sollte und dass ich die Nacht ohne ihn nicht schaffen würde. 😦 …
Jedenfalls drehte die Hebamme den Kleinen dann um und testete das andere Ohr. Und siehe da, welch Wunder, es klappte sofort auf Anhieb und es wurde beste Hörqualität diagnostiziert. Wow, mir fiel so ein Stein vom Herzen. Ich habe mich sooo sehr gefreut. Und selbst, wenn er nur auf einem Ohr hören würde, damit könnte ich viel viel besser umgehen als eine vollständige Taubheit…
Am nächsten Tag wurde das linke Ohr dann nochmal getestet und da war es dann auch total top. Also unser Baby hat die Hörqualität vom Papa vererbt. 😉

Und nun einige Worte/Themen an meinen Schatz. 🙂

Mein lieber kleiner Schatz, nun bist du also schon 1 Monat alt. Ich kann es kaum glauben, dass die Zeit sooo schnell vergeht. Eigentlich war ich ja erst noch schwanger. Aber daran kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern. Seit du da bist, kommt es mir vor, als wären wir schon immer eine kleine glückliche Familie gewesen. Die Zeit mit dir ist wunderschön und du bist die meiste Zeit ein zufriedenes Kind und machst schon fleißige Fortschritte in deiner Entwicklung. ♥ Schon jetzt denke ich mir immer wieder, das geht alles viiiiiel zu schnell. Andrerseits ist es so schön, zu sehen, wie du dich entwickelst.

Das Stillen
Am Anfang, im KH war es für mich sehr schwer, dich anzulegen. Erstens hatte ich das Gefühl, viel zu wenig Hände zu haben und zweitens hast du die Brüste nur angeschrieen, da du nicht wusstest, was du damit machen solltest. So brauchte ich die ersten Tage immer eine Hebamme, die mir beim Anlegen geholfen hat. Wenn du aber mal angelegt warst, hast du gesaugt, wie ein Weltmeister (das sagte jede Hebamme ;-)!
Ich hatte relativ schnell Milch, ich vermute so am 3. oder 4. Tag. Ich kann das nur vermuten, da ich nie wirklich einen Milcheinschuss gespürt habe. (Auch muss ich nicht abpumpen. Eine Brust kann 10 Stunden „unbenutzt“ sein und läuft kaum aus, aber ist total hart und voll. 😉 ) Milch war auch ab da dann immer da. Trotzdem war es die ersten Tage zu Hause nicht so einfach, da das Anlegen nicht immer klappte und du öfters geweint hast. Sei das nun wegen der Umstellung gewesen oder weil du einen Schub durchgemacht hast. Ich weiss es nicht. Jedenfalls hat es mich am Anfang öfters viele Tränen gekostet, mit dir in den Alltag zu finden!
Aber inzwischen klappt das Stillen super. In der ersten Zeit warst du so gierig auf die Milch, dass du immer voller Eifer an deinen Händen gesaugt hast, um dann zu merken, dass da ja gar keine Milch kommt!
Inzwischen saugst du wirklich nur an den Brüsten und hast auch Geduld, bis die Mama die Brust für dich gerichtet hat.
Was ich total süss finde beim Stillen: Du bist so zufrieden, bzw die Milch schmeckt dir so gut, dass du immer dein Bein dazu bewegst. Du ziehst es dann bis zum Po hoch oder hebst es an und lässt es vor und zurück Baumeln. Das ist einfach zu göttlich und ich denke dabei immer an die kleinen Schäfchen, die beim Muttermilch trinken immer so süss mit ihren Schwänzchen wedeln. 😉 … Und nach dem Stillen bist du dann sehr zufrieden. Du reckst und streckst dich und schneidest zufriedene Grimassen vor dich hin!

Dein Gewicht:
Als du zur Welt gekommen bist hst du 3560gr gewogen. Im Krankenhaus hast du bis 3330gr abgenommen und als wir entlassen wurden hast du 3360gr gewogen. Du hast also im Krankenhaus schon angefangen, wieder zuzunehmen, bzw hast nicht allzuviel abgenommen.
Nur leider hast du etwas gebraucht, bis du angefangen hast, so richtig zuzunehmen. Auch das hat mir am Anfang einige Tränen gekostet und ich habe mir viele Sorgen gemacht. Da gingen mir Dinge durch den Kopf wie: Habe ich genügend Milch? Muss ich zufüttern? Wirst du nicht satt? Und Ähnliches.
Aber dann dachte ich mir immer, dass du sehr zufrieden wirktest und du hast nach dem Stillen auch nicht geschrieen und außerdem konntest du 4 bis 6 Stunden sehr ruhig und zufrieden schlafen. Also musstest du satt werden. Vielleicht warst du einfach nicht der schnelle Zunehmer?!
Irgendwann (vom 3. Dez (3440gr) bis 10 Dez (3710gr)) hast du dann tatsächlich die „Kurve“ bekommen und du hast fleißig zugenommen. 😀 Mensch, da hab ich mich gefreut.
Inzwischen nimmst du zu, so wie es in den Büchern steht. 😀 Ca 20gr am Tag. Du hast wohl einfach ein bisschen länger gebraucht. Aber dir gings immer gut dabei und du wirktest immer zufrieden und ausgeglichen und das war das Wichtigste!

Das Schlafen
Am Anfang hast du sehr viel geschlafen. Du musstest noch die Geburt verarbeiten und die vielen neuen Eindrücke. Doch das hat sich schnell gelegt und du warst relativ schnell viel wach. So hat es sich langsam eingependelt (nach 2 Wochen), dass du am Vormittag immer so um die 3 bis 4 Stunden wach bist, dann schläfst du ca 4 Stunden und dann bist du am Nachmittag 4 bis 5 Stunden wach.
Dann kommt dein erster Nachtschlaf. Der ist immer am Längsten bei dir. Angefangen hat der mit 4 Stunden, dann wurden es 5. Nun sind es immer eher 6 Stunden, aber auch mal 7 und einmal hast du sogar schon 8 Stunden am Stück geschlafen. Dann stille ich dich. Und es ist total faszinierend, du schläfst da (meistens) immer gleich weiter, dann für 3 Stunden. Und je nachdem gibts dann noch nen Schlaf am Morgen für eine oder 2 Stunden.
Jedenfalls wenn du nachts gestillt wirst, schläfst du immer gleich weiter, ohne wenn und aber. Wirst du am Tag wach und ich stille dich, bleibst du trotzdem wach. Ich finde das einfach faszinierend, dass das irgendwie so „automatisch“ klappt. Ich muss auch ehrlich sagen, ich bin sehr froh mit diesem Rhythmus und hoffe sehr, dass er so bleibt und sich nicht „verschlechtert“.

Die Wachphasen
Wenn du nach dem Stillen total zufrieden bist – das ist der Fall, wenn dich kein Bäuerchen drückt und auch kein Pups oder Stuhlgang. Das mit dem Stuhlgang hatte dich im KH schwer beschäftigt und du hast ein bisschen gebraucht, bis der Körper das alleine geregelt hat. Dort hat dich das sehr gedrückt und du musstest viel Weinen, bis es geklappt hat. Inzwischen klappt das aber ganz gut. Du pupst manchmal während dem Stillen ohne jegliche Mimik zu verziehen, oder während dem Schlafen oder auch wenn du „spielst“.
Also, wenn du zufrieden bist, können wir dich ohne Probleme in den Laufstall legen. Dann beginnst du fleißig deine Beine und Arme zu bewegen. Außerdem spielst du auch mit deiner Zunge. 🙂 Und was du aber am Liebsten machst, ist, dich umschauen. Du schaust liebend gerne in das Licht, oder dahin, wo es hell ist. So kannst du gut eine viertel Stunde liegen und dich selbst beschäftigen. Dann fängst du oft mit Jammern an und verlangst nach dem Schnulli. Wenn du diesen dann hast, ruhst du dich aus. Die Füße und Arme liegen ganz ruhig da und du schaust dich „nur“ noch um.
Es gibt natürlich auch oft Zeiten, da bist du gerne bei Mama und Papa. Am Liebsten magst du es, wenn du über die Schulter schauen kannst. 🙂 Und am Besten ist es natürlich, wenn wir uns dann noch bewegen. 🙂 Dafür magst du es nicht so, wenn man dich so halb liegend auf dem Arm halten möchte! hier fängst du nach kürzester Zeit mit dem Schimpfen an!
Auf dem Wickeltisch liegst du inzwischen gern. Anfänglich war es grundsätzlich so, dass du auf dem Wickeltisch IMMER geschrieen hast. Inzwischen liegst du da aber meistens auch sehr ruhig und zufrieden und schaust dich interessiert um. 🙂 Ich glaube du genießt es nun, da für eine Weile diese „Beinfreiheit“ zu haben. 😀
Du liebst außerdem das Auto fahren und das Spazieren Gehen im Kinderwagen. Hier kommst du immer zur Ruhe und schläfst mir nichts dir nichts ein.

Sonstiges:
Am Anfang im KH hast du den Schnuller gern genommen. Dann kam eine Phase, da wolltest du ihn gar nicht haben, bzw Papa und ich haben es nicht geschafft, ihn dir zu geben. 😉 Inzwischen haben wir da so unsre „Tricks“ und du nimmst auch den Schnuller. Diesen nimmst du aber wirklich nur, wenn du richtig satt bist und müde/duselig. Gerade zum Einschlafen nimmst du ihn öfters.
Vor ein paar Tagen ist mir da auch aufgefallen, dass du versucht hast, den Schnuller, der neben dir lag, wieder zurück zu bekommen, indem du ihn mit der Zunge holen wolltest. Das sah so süss aus (und war natürlich ein großer Entwicklungsschritt!). Und jedes Mal, wenn du den Schnuller mit dem Mund berührt hast, hast du den Mund geschlossen, da du dachtest, du hast den Schnuller nun wieder. Leider hat es nicht so ganz geklappt. Aber ich fand es trotzdem toll zu sehen, wie du das gelernt hast!
Du saugst auch total gerne am kleinen Finger. Das ist so ein „Lückenfüller“ – du magst noch keinen Schnuller nehmen, aber gestillt wurdest du eben erst. Du saugst/nuckelst halt total gern und kommst da dann ein bisschen zur Ruhe. 😉
Du hörst gut (was der Test ja auch bestätigt hat). Laute Orte machen dir nix aus. Da kannst du seelenruhig weiterschlafen (wir waren beim Essen und die Wirtschaft war total voll und somit laut-aber du hast einfach weiter geschlafen!) und lässt dich durch nix stören. Aber du erschreckst öfters mal bei Geräuschen, die ganz unverhofft kommen und auch so schnell wieder weg sind. (Klatschen, Klappern des Geschirrs, das Zuschlagen einer Tür…)
Zwischen der 3. und der 4. Lebenswoche ist mir aufgefallen, dass du nun Dingen folgst, die sich sehr langsam vor deinem Kopf bewegen. Am Anfang hast du einfach in eine Richtung gestarrt. Nun fixierst du immer öfters irgendwelche Dinge und folgst diesen nun auch mit deinen Augen/dem Kopf. Du entwickelst dich so schnell und so toll weiter!

Mensch jetzt gab es zum 1. Monat schon soooo viel zu schreiben (und mir fällt auch jetzt immer wieder etwas ein, was ich doch noch erwähnen könnte/sollte?! – aber ich denke das reicht jetzt erst mal).
Ich bin gespannt, wie das dann beim 2. sein wird, was du bis dahin alles gelernt hast. Jedenfalls bin ich sooo glücklich, dass es dich gibt, mein kleiner Schatz! Ich hab dich nämlich sooo lieb und möchte dich nicht mehr missen. ♥

 
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Verfasst von - 21. Dezember 2012 in Monatsberichte

 

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Die Geburt ♥

Hier ist nun also mein Geburtsbericht. Hier nochmal ein kleiner Rückblick auf den 20.11.2012, an dem meiner Meinung nach, alles los ging: https://aniskleinewelt.wordpress.com/2012/11/20/tut-sich-jetzt-doch-was/

…Aber dem war dann nicht so. Im Laufe des Tages hatte ich nämlich dann immer wieder schleimiges Zeug am Toilettenpapier und in mir machte sich der Gedanke breit, dass sich der Schleimpfropf verabschiedet. Aber ich ermahnte mich zur Ruhe, da das ja nicht gleich heißt, dass es die nächsten Tage los gehen würde. Aber andrerseits sah ich mich schon am 21.11.12 Mama werden – an so nem tollen Datum. ♥ So oft huschte mir der Gedanke früher schon durch den Kopf und ich hab ihn immer wieder verworfen…
Tja also den Tag über hatte ich dann immer mal wieder ein kurzes Ziehen im Rücken oder im Bauch gehabt, wie bei der Periode eben und es war immer schleimiges Zeug am Toi-Papier. Aber das wars dann auch.
Gegen 22:00 Uhr bin ich dann ins Bett gegangen. Während ich da so lag merkte ich dann, dass die „Mensbeschwerden“ öfters kommen, aber da war weit und breit noch keine Regelmäßigkeit. Also das konnte alles oder nix heißen. (Senkwehen, es geht bald los, Wehen, die nix bewirken, usw usf…)

Bin dann irgendwann auch eingeschlafen und konnte 2 Stunden schlafen. Gegen 1 Uhr wurde ich dann wach, weils mir stärker im Rücken zog. Ok, also ich hatte wirklich Wehen. Hab dann mal auf die Uhr geschaut und das Ganze beobachtet und mir notiert, wann ne Wehe los ging (hab den Zettel extra aufgehoben *gg*). Und tatsächlich, die Wehen hatten eine gewisse Regelmäßigkeit. Ich saß dann gut 2 bis 3 Stunden da und habe mir aufgeschrieben, wann welche Wehe kam. 😀 Am Anfang war der Abstand so 7 Minuten und irgendwann kamen die Wehen immer alle 5 Minuten. Sie zogen immer so im Rücken, wie bei der Periode eben.
Mein Mann war inzwischen auch wach und wurde schon sehr unruhig. Ich wollte ihm vermitteln, dass ich alles im Griff hatte und dass die Wehen „harmlos“ sind und wir noch Zeit haben. Er fühlte sich aber nicht so wohl damit. Zumal es hieß, dass wenn die Wehen alle 5 Minuten kommen, dass man ins KH gehen sollte. Also habe ich mal im Kreißsaal angerufen und uns angekündigt. Die Hebamme am Telefon meinte aber gleich, dass ich mich noch zu gut anhören würde, wie dass da die Geburt von Statten gehen würde. 😉 Ich meinte dann nur, dass das stimmt, aber die Wehen kommen halt alle 5 Minuten und wir würden gern zur Sicherheit vorbei kommen. Also gesagt, getan…
Im KH angekommen, meinte die Hebamme gleich zu mir, als sie mich sah: „Also Sie sind noch zu entspannt, als dass es bei Ihnen schon so weit ist!“ 😉 … Aber die Hebamme war super nett und konnte verstehen, dass wir gekommen sind. Wir machten ein CTG, um zu schauen, ob mit dem Würmchen alles passte. Das CTG war top, Wehen hat es so gut wie keine angezeigt. Wobei ich inzwischen soweit war, dass ich immer so ein bisschen vor mich hingezuckt habe, wenn ne Wehe kam. Aber auch hier meinte die Hebamme, dass sie mir sofort glaubt, dass ich Wehen habe, aber dass gerade die Wehen aus dem Rücken nicht immer angezeigt werden und auch, dass Wehen bei Dickeren nicht immer so angezeigt werden, wie sie statt finden. Dann machte sie noch die vaginale Untersuchung um uns zu sagen, dass sich noch nicht wirklich was am Muttermund getan hatte. Hui, also hieß es weiterhin die Wehen aussitzen und hoffen, dass sie das tun, was ihre Aufgabe ist: Den Muttermund öffnen. Auf die Frage, ob es denn am 21.11. noch soweit sein würde, wollte die Hebamme nicht so ganz drauf eingehen, aber sie vermutete schon. Hihi, na immerhin etwas. 😉
Mein Mann und ich haben dann beschlossen, dass wir nochmal nach Hause gehen würden, es war gerade 5 Uhr. Ich hatte morgens um 8 Uhr nen FA-Termin, dann konnte da nochmal CTG gemacht werden und der FA konnte sagen ob sich was am Muttermund getan hätte. Und ob wir nun im KH rum sitzen oder zu Hause kommt aufs Gleiche raus… Also gings wieder nach Hause.
Da wollten wir schlafen, aber das war nicht wirklich möglich. Die Wehen waren regelmäßig und jedes Mal kurz vorm Weg-Dösen kam eben die nächste. 😉 So verbrachte ich die 3 Stunden (von 5 bis 8) mit den Wehen, die kommen und gingen…

Um 8 Uhr gings dann zum FA. Da wurde ich mit den Worten begrüßt: „Na Ihr Baby wollte also noch nicht raus kommen!“ 😀 Ne, wir warteten noch. Es ging auch gleich ans CTG. Herztöne vom Baby waren wie immer top und die Wehen wurden auch hier nicht angezeigt. PF. Aber auch die Sprechstundenhilfe glaubte mir, dass ich welche habe. 😉 …
Danach gings zum FA und er begrüßte mich mit den Worten: „Na, wie geht’s Ihnen?!“ Und ich so: „Ich wehe vor mich hin!“ Und er so: „Na Sie haben keine Wehen, so entspannt wie Sie sind. Und außerdem, was sind denn Wehen?!“ Und ich so: „Das sind die Dinger, die den Muttermund aufmachen sollen!“ … Haben ihm dann erklärt, dass wir im KH waren und wir nun sehr gespannt sind, was er feststellen würde. Er selbst hatte nicht so ganz geglaubt, dass da was passieren würde. Und dann sein Gesichtsausdruck bei der Untersuchung und beim Befund. *gg* „Ui, das sind gut 3 bis 4 cm!“ Ahaaa, die Wehen machten tatsächlich das, was sie sollten und es passte auch, die Hebamme meinte so, 1 Stunde ca 1cm! *freuz* Der FA war wie gesagt total erstaunt darüber. *gg*
Sind dann ins Besprechungszimmer gegangen und haben überlegt, wie wir verfahren sollten. Er wollte erst noch Ruhe bewahren und meinte wir hätten noch viel Zeit. Und dann bekam ich ne Wehe und er sah wie ich da auf dem Stuhl saß und vor mich hingezuckt habe. Da war er dann bisschen irritiert und meinte, wir könnten auch gleich ins KH gehen. Er hat sich wohl bissel Sorgen gemacht, dass ich die Schmerzen nicht so wahr nehme, wie sie sind. Ach keine Ahnung. Jedenfalls kamen wir irgendwann zum Schluss, dass mein Mann und ich erst noch nach Hause gehen würden zum Frühstücken und danach dann, so gegen 11 Uhr ins KH gehen würden! Aber der FA, war sich sicher, dass das Baby am 21. noch kommen würde, wünschte uns alles Gute und teilte mir mit, dass ich keinen weiteren Kontrolltermin beim FA brauchen würde. 😉 Ich hatte so ein fettes Grinzen auf dem Gesicht, als wir die Praxis verließen.

Zu Hause habe ich dann gleich noch meine Mama angerufen und sie über die neusten Dinge in Kenntnis gesetzt (wie gern hätte ich sie in der Nähe gehabt) und dann haben wir das Frühstück genossen. ♥ Danach haben wir die Zeit abgesessen und gewartet. Die Wehen wurden eher wieder ein bisschen unregelmäßiger und ich hatte mir schon überlegt, bisschen später ins KH zu fahren. Aber mein Mann wollte auf 11 Uhr gehen. Immerhin hatte das der FA so gesagt. Kurz vor 11 Uhr haben wir uns dann aber nochmal ins Bett gelegt und ne Runde gekuschelt. Aber lang hab ich es da nicht ausgehalten. Die Wehen waren im Liegen sehr unangenehm und ich wackelte regelrecht vor mich hin. 😉 Also habe ich kurz nach 11 nochmal im Kreißsaal angerufen und uns angekündigt. Am Telefon hatte ich MEINE Hebamme – Simone. Die fragte doch tatsächlich ob ich denn überhaupt Wehen haben würde. Da meinte ich ja, aber sie seien gerade wieder bisschen unregelmäßiger geworden. Naja, aber wir sollten dann doch kommen.

Also waren wir dann so gegen 11:30 Uhr im KH. Simone hat uns total lieb empfangen und es wurde erst Mal CTG gemacht. Da war wie immer alles Bestens. Die Wehen sah man nun auch so langsam auf dem CTG. 😉 … Nebenher wurde nochmal ne Akkupunktur gemacht und mir wurde am linken Arm ein Zugang gelegt (falls irgendwas sein sollte und mir schnell irgendwas gespritzt werden musste) und auch gleich noch Blut abgenommen.
Simone gab meinem Mann nun den Auftrag, mir im Viertel-Stunden-Takt Globulis zu verabreichen. Diese würden die Wehen regelmäßiger machen. Außerdem gabs ein Zäpfchen, das die Wehen bisschen erträglicher machen sollte.
Danach gabs die vaginale Untersuchung. Ich war schon sehr gespannt. Es hieß ja oft mal, dass pro Stunde 1cm MuMu aufgeht. Also hoffte ich so auf 5 bis 6 cm. Aber naja, wir waren immer noch bei 4 cm.  😦 Hat sich also seit 8 Uhr nicht wirklich viel getan, außer, dass ich Wehen hatte und die langsam intensiver wurden.
Nun wurde noch ein Einlauf vorbereitet und auch gemacht. War mein aller erster. Auch mal interessant, wie das funktioniert. 😉 … Hat jedenfalls Bestens geklappt.
Tja und dann hab ich die Wehen weiter verarbeitet…
Gegen 13:30 Uhr gabs wieder eine vaginale Untersuchung. Wir waren immer noch bei 4cm. Das war wirklich frustrierend. Die Wehen kamen nun langsam auch alle 3 Minuten und wurden immer intensiver (Zäpfchen hat wohl auch wieder nachgelassen…). Ich saß inzwischen immer vorne auf der Sofakante und hab dann irgendwie die Wehen verarbeitet. Mein Mann war mir eine große Hilfe, der hat immer mit seinen Händen gegen meinen Rücken gedrückt und so waren die Wehen doch irgendwie erträglich.

Um 14:30 Uhr hatte Simone dann Schichtende und hat sich total lieb von mir verabschiedet. Ich jammerte dann nur: „Jetzt kommen die Wehen schon alle 3 Minuten und der Muttermund ist trotzdem nicht auf!“ Simone meinte dann nur, dass der Befund für ne Erstgebärende total super wäre und ich solle jede Wehe mit Freude annehmen, sie würden mich schließlich meinem Kind näher bringen. Haha, die hat gut reden, wenn Frau das Gefühl hat, dass die Wehen nix bringen… Naja, aber ändern konnte ich es auch nicht und immerhin wollte ich bald mein Baby in den Armen halten. Hatte ja immer noch ein bisschen die Hoffnung (obwohl die schon nachgelassen hatte), dass das Baby am 21.11. kommt. So waren wir halt in diesem Wehenzimmer und haben die Wehen verarbeitet, die langsam noch intensiver wurden. Inzwischen war es dann auch 15 Uhr und die neue Hebamme war immer noch nicht bei uns. Langsam wurde ich mies gelaunt…
Gegen 15:15 Uhr kam sie dann und hat sich vorgestellt, während eine Wehe nach der anderen kam. Sie brabbelte dann noch was wegen den Streptokokken und beim Reden mit ihr wurde gleich klar, dass sie gegen medizinische Hilfsmittelchen war… (Zu dem Zeitpunkt kam in mir der Gedanke auf, dass ich sie wohl nicht so toll fand!?) Und als dann wieder ne Wehe kam hat sie mir so ganz Lehrermäßig erklärt, wie ich die veratmen sollte. Von wegen, ganz lange ausatmen, die Zähne zusammen beißen und so. Im ersten Moment dachte ich na super, was will die denn von mir?! Ich hab hier doch die Wehen. *pf* Aber habs dann angewandt und es hat geholfen.. Na immerhin hatte sie gute Tipps und ist vielleicht nicht ganz so doof…
Dann sollte es wieder ein CTG geben. Dieses empfand ich als Horror. Die Wehen kamen nun so alle 2 bis 3 Minuten (meinem Mann wurden übrigens auch gleich die Globulis – Medizin- abgenommen, die hatten wohl ihren Job getan…) und die gute Dame meinte, ich solle ruhig hin und her laufen. Bitte?! Ich wollte mich einfach erholen in den Pausen und nicht noch auf und ab gehen… Und außerdem rauschte das die ganze Zeit im CTG und bei jedem Schritt (ich habs der Hebamme zuliebe kurz probiert…) verloren wir den Herzton vom Baby. Wenn wir den dann mal wieder gefunden haben, konnte man wenigstens sehen, dass es dem Würmchen gut ging.

Wie schon geschrieben waren die Wehen für mich langsam auch unerträglich. So irgendwie. Nun tat es nicht nur im Rücken weh, sondern es zog auch vorne im Bauch. Am Besten kam ich mit den Wehen klar, wenn ich über nem Schrank hing, die Unterarme aufgestützt und mein Mann meinen Rücken drückte. So ging das mit dem CTG so bis kurz vor 16 Uhr… Da wars dann soweit, dass ich mit jeder Wehe heulen hätte können und ich zitterte bei ner Wehe am ganzen Körper. Ich war immer noch im Glauben, dass sich am Muttermund nix getan hatte und dass diese Wehen einfach nur ätzend waren, aber sonst kaum was brachten und dann noch diese „komische“ Hebamme und dieses CTG und sowieso und überhaupt! … Ich meinte dann auch gegen 16:00 Uhr, das CTG wurde wieder abgemacht und wir waren auf dem Weg in den Kreißsaal (WOW!) zu der Hebamme, ob es denn keine Mittelchen (ich dachte an eine PDA oder sonst irgendwas) geben würde, die das Ganze erträglicher machen würden. Und dann kam auch schon ein Vortrag von ihr, dass so Mittelchen für Kind und Frau ja nicht so gut seien. Aaaa, ich bekam ein bisschen einen Groll gegen die gute Dame. Sie fragte aber immerhin gleich, ob ich gerne Baden würde, sie könnte mir ein Bad anbieten, das würde die Schmerzen auch lindern und es wäre ein natürliches Hilfsmittel!
Da ich Baden immer mochte, dachte ich mir, dass es ja nicht viel schlimmer werden könnte. Also willigte ich ein, dass es in die Badewanne gehen sollte. Und somit gings in den Kreißsaal und es wurde Wasser eingelassen und ich versuchte mich auszuziehen, zwischen den Wehen… Bevor es ins Wasser ging untersuchte mich die Hebamme auch mal vaginal. (das erste Mal seit 13:30 Uhr) Und siehe da, wir waren bei 7 cm!!! Na da hat sich ja viel getan, aber da fehlten ja immer noch 3 cm. „Muss ich da jetzt noch 3 Stunden warten, bis wir die 10cm haben?!“ Und die Hebamme meinte: „Nein, das ist alles schon so weich und so weit, das kann ganz schnell geweitet werden!“ Na das hörte sich jetzt nicht mehr sooo schlimm an und in mir kam wieder die Hoffnung hoch, dass unser kleines Wunder doch noch am 21.11. und sogar in absehbarer Zeit auf die Welt kommen könnte! Und ich konnte dann auch die Wehen wieder anders/besser aufnehmen/annehmen. Immerhin brachten sie etwas. 🙂
Bevor es in die Wanne ging, sollte ich noch auf die Toilette gehen. Ich werds nie vergessen!!! Da saß ich in so einer einfachen Kabine und versuchte irgendwie, zwischen den Wehen, Pipi zu machen. Es muss ein Bild für Götter gewesen sein. Ich hing in der Kabine und stemmte mich mit den Unterarmen links und rechts an der Wand ab. Ich fands in dem Moment selbst sogar irgendwie witzig. 😉 … (Meine Laune war nach dem Befund gleich wieder besser und ich begann sogar, die Hebamme gut zu finden und nicht mehr so genervt und wehleidig zu sein…) Mein Mann und die Hebamme schauten immer wieder um die Ecke ob denn alles ok wäre und ich meinte schon. „Jaja, hab halt Wehen, da geht das nicht so schnell!“

Aber hatte es dann doch irgendwann geschafft und die Blase war meiner Meinung nach leer und gegen 16:30 Uhr ging es dann ins Wasser. Und kaum, dass ich drin stand, seufzte ich, weil es so angenehm war. Hach! Und dann lag ich rein und fühlte mich wie in einem Enstpannungsbad. 😀 Ich hatte das Gefühl, ich würde ein einfaches Bad nehmen und die Geburt war mal kurz verschwunden. Es dauerte auch ein bisschen, bis die nächste Wehe dann wieder kam. Die war dann auch nicht mehr so schlimm. Also das Wasser tat gut. Die Wehen schmerzten nicht mehr so im Bauch, aber der Rücken war immer noch sehr unangenehm. Wir haben dann verschiedene Sachen ausprobiert, wie es am erträglichsten für mich war. Und am Schluss saß ich in der runden Wanne und bei jeder Wehe stützte ich den Rücken in den Wannenrand und gegenüber stützte ich mich mit den Beinen ab, so dass ich im Grunde nicht mehr auf dem Boden saß! So waren die Wehen echt erträglich und ich fühlte mich wirklich wohl und hatte sogar Spaß. 😀 Und in den Wehenpausen hab ich mich sehr gut erholt/entspannt.
Das war auch der Zeitpunkt, wo ich vom Kopf her sehr klar war und nach jeder Wehe mit den Gedanken voll da war und alles mögliche fragte/wissen wollte. Die Hebamme war total fasziniert von mir und meinte irgendwann, dass ich das alles so toll machen würde, erklären könnte, kommentieren konnte, dass ich ne super Hebamme wäre, 😉
Ich meinte zur Hebamme dann auch, wie man denn nun CTG machen könne. Ich würde gern im Wasser bleiben, ob das gehen würde. Ich war total fasziniert von der Technik, denn das ging ohne Probleme. 😀 Also saß ich in der Wanne, hatte Wehen, CTG wurde gemacht und die Herztöne vom Baby waren top…
Zwischen 17:30 Uhr und 18 Uhr (langsam verschwand das Zeitgefühl) wollte ich dann auch mal von der Hebamme wissen, wie wir denn wissen, ob wir die 10cm geschafft haben. Darauf meinte sie, sie könne natürlich immer wieder nachgucken, aber das ist nicht so gut für Mutter und Baby und der Körper wisse ja schon was er tut. Sie würde das Ganze jetzt einfach mal so belassen…
Paar Minuten später wollte ich dann wissen, ab wann ich denn Pressen dürfte. Darauf meinte sie, ich solle jetzt einfach mal noch die Wehen weiter verarbeiten und wenn ich das Bedürfnis zu Pressen habe, solle ich ihr Bescheid geben, sie würde dann schauen, wie der Stand der Dinge sei…
Also kamen noch mal paar Wehen und sie war gerade auf der Station unterwegs, weil sie was machen musste. Bei einer Wehe meinte ich dann aber zu meinem Mann: „Klingel ihr bitte, ich will jetzt pressen!“ … Sie kam dann und machte eine vaginale Untersuchung und bekam ganz große Augen. Ich dachte schon „Ohje, was ist jetzt los!“ Sie selbst sagte nur: „Wollen Sie selbst mal fühlen?!“ „Wie? Ich soll da jetzt einfach reinlangen?!“ „Ja!“ Also hab ich das getan. „Fühlen Sie es?!“ Ich wusste gar nicht, was ich fühlen sollte… „Was denn?“ „Na fühlen Sie mal richtig, das merken Sie schon!“. Und dann auf einmal, ich hatte in etwa ¾ des Fingers in der Scheide, war es hart und flauschig. O Gott. Ich hätte heulen können. Da war der Kopf und ich sagte: „Da ist der Kopf! Mit Haaren!“ Und die Hebamme lächelte mich an und meinte, ich könne nun also Pressen…

Und als die nächste Wehe kam durfte ich also Pressen. Mensch, das war ein tolles Gefühl. Es tat auch gar nicht mehr weh und ich habe fleißig gepresst. So ging das ein paar Wehen und ich merkte, wie näher etwas zu meinem Scheidenausgang kam.
Die Hebamme fragte mich dann auch mal, ob ich denn schon was von der Fruchtblase gemerkt hätte. Dies verneinte ich. Darauf meinte sie, dass diese wohl noch verschlossen sei. Sie müsse sie also wohl öffnen. Ich meinte dann nur, dass ich in der Scheide was gefühlt habe, wie so ein Luftballon. Und darauf meinte sie, dass genau das die Fruchtblase sei. Die müsse sie vielleicht aufmachen und dann würds Baby kommen können. Sie hat dann so was Ähnliches wie ne lange Häkelnadel bereit gelegt.
Ich presste fleißig weiter und die Hebamme kommentierte, dass eben bei jeder Wehe, die Fruchtblase immer besser zu sehen sei. Sie war auch schon fast soweit, diese zu öffnen, als es auf einmal zwischen meinen Beinen -plopp- machte, es wurde kurz warm zwischen den Beinen und im Wasser verteilte sich eine Flüssigkeit! Die Fruchtblase platzte von alleine. (Mal wieder ein Zeichen für mich, dass mein Körper einfach super funktionierte!) Und dann gings richtig los. Dann kamen so richtig dolle Presswehen. Da waren die Presswehen mit der noch ganzen Fruchtblase so gut wie gar nichts. 😉
Der Druck war so enorm und ich presste so sehr ich konnte, aber andrerseits konnte/wollte ich dem Druck nicht stand halten, weils so überwältigend war… Aber irgendwie hat der Körper einfach funktioniert. Das ging paar Wehen so und zwischen meinen Beinen wurde immer mehr Platz benötigt und es tat immer mehr weh. Diese Wehen kommentierte ich auch immer mit Wörtern wie „Oh.. Scheissse… Au… Au…!“ 😀 Und bei einer Wehe meinte ich sogar „Boah scheisse, AU das reisst da unten! Au“ Und die Hebamme meinte so: „Nein. Bleiben Sie ganz ruhig. Machen Sie einfach weiter!“ (Jaja, im Nachhinein hatte ich aber trotzdem recht. 😛 )
Und dann auf einmal, ich hatte wieder eine Presswehe, kommentierte die Hebamme „langsam, ruhig, langsam“ (gar nicht so einfach, bei so einem enormen Druck!) und es machte -flutsch- und der Kopf war da. Dieses Gefühl war so unbeschreiblich unvergesslich. SO der Hammer. (ist zwar irgendwie ne total doofe/komische Vorstellung – aber es war toll) Da war also der Kopf unseres Babies, und wir konnten ihn ohne Probleme sehen und im Wasser bewegten sich auch die Haare schon mit. Der absolute Wahnsinn. Ich fing das Heulen an. Und dann kam die nächste Wehe und ich drückte wieder weiter und es machte wie von ganz alleine flutsch und auf einmal war da im Wasser ein ganzes Baby! Mein Baby. Unser Baby. Die Schmerzen waren wie weg geblasen, die Wehen auch. Da war nur dieses Baby, das da im Wasser war! Und die Hebamme machte noch die Nabelschnur – die sich um Hals und Körper gewickelt hatte- weg und meinte dann „Nun nehmen Sie es hoch!“.
Also griff ich ins Wasser und holte dieses Etwas raus und legte es mir auf die Brust (was für ein Wahnsinnsmoment!). ♥ Da lag es nun also – mein Baby. Es war leicht bläulich und fing aber gleich zu Schreien an. Es lebte und bewegte sich. ♥ Die Tränen flossen und das nicht nur bei mir. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Baby auch schon rosig und die Hebamme meinte, wir müssen ja noch nach dem Geschlecht schauen. Stimmt, da war ja noch was. Also wendete ich den Blick in Richtung des Intimbereiches. Da war aber noch ein Bein im Weg. (auf diesem Bein hat das Baby übrigens am Knie nen riesengroßen Leberfleck – der ist mir gleich aufgefallen!) Also nahm ich das Bein zur Seite und sah da gleich die Hodensäcke (ich empfand sie als total groß 😀 ) und sagte „Es ist ein Junge!“ ♥ (Also nun kann ich es auch sagen: Tendenz vom FA und Gefühl von mir hatten gestimmt…) Und das war er also: Unser kleiner Mann!!! Er kam tatsächlich am 21.11.12 zur Welt. ♥ ♥ ♥

Dann wurde es kurz ein bisschen hektisch. Nach den ruhigen und schönen Kuschelmomenten wurde mir das Baby abgenommen, da das Wasser doch zu kalt war für das Baby und bei mir sollte ja noch ne Nachgeburt kommen. So wurde das Baby in das Handtuch gewickelt und mein Mann durfte ausgiebig mit ihm Kuscheln und ich wurde aus der Wanne auf das Bett befördert. Die Hebamme machte sich auch ein bisschen Sorgen, da sich nachdem das Baby da war, das Wasser doch sehr rot gefärbt hatte. Bei ner Wassergeburt ist wohl alles noch viel intensiver durchblutet. Aber trotzdem muss die Mutter im Auge behalten werden, da viel Blutverlust gefährlich ist.
Jedenfalls lag ich da auf dem Bett und die Nachgeburt kam dann auch relativ zügig. Fühlte sich für mich auch noch mal so an, wie wo das Baby raus kam… Mit der Plazenta war alles super (bekam sie auch Bestens erklärt 😉 ).
Dann wurde ich untenrum untersucht. Und wie oben schon erwähnt, ich bin gerissen. Und nun bin ich ganz ehrlich: Ich empfand die Untersuchung durch den FA viel viel schlimmer als die Geburt/die Wehen. Da unten hat jede kleine Berührung so dermaßen weh getan. Bei jeder Berührung bin ich zusammen gezuckt und war den Tränen nahe. Ich fands echt sehr sehr bescheiden. Ich hatte jedenfalls nen Dammriss 2. Grades. Nach der Betäubung, also als es genäht wurde, tat dann aber nix mehr weh.
Und dann hatte ich aber auch noch nen Riss in der Scheide, dieser konnte nicht genäht werden, war also wie so ne Schürfwunde. Klar das gehört dazu, damit hatte ich gerechnet, dass ich so was wohl haben werde. Aber als ich das erste Mal Pipi machen musste hätte ich heulen und schreien können. Ich fands so übel. 😦 Das soll jetzt keine Angst machen. Aber für mich gehört das einfach noch zur Geburt dazu.
Nach der Verarztung habe ich dann auch endlich meinen Sohn wieder bekommen, nachdem er gründlich untersucht wurde. Es war alles Bestens mit ihm und er war total gesund und munter. 🙂 Und dann wurden einfach die ersten Stunden als kleine Familie genossen. (Mama und Sohn haben nochmal nackt gekuschelt und er wurde mir das erste Mal angelegt). Während der kleine Mann dann angezogen wurde, bekam ich auch noch ein leckeres Abendessen und dann habe ich meine Mama/Familie angerufen. ♥ Und dann begann auch bald die Nacht, in der ich vor Glücksgefühlen nicht schlafen konnte und den Blick einfach nicht von diesem wundervollen Geschöpf neben mir abwenden konnte…

Ich hatte eine wundervolle/unvergessliche/schöne Geburt und könnte jedes Mal das Heulen anfangen (nein, ich tu es sogar!), wenn ich daran zurück denke. ♥
Und, am 1. Tag war das mit dem Pipi machen auch schon wieder um einiges besser. Aber es braucht eben seine Zeit, so wie alle Wunden Zeit brauchen zum Heilen…

 
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Verfasst von - 7. Dezember 2012 in Gefühlswelt

 

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Du… #1

Heute bist du schon 9 Tage bei uns. Wir haben uns inzwischen kennen gelernt und gemeinsam in den Alltag gefunden. Es ist total schön mit dir und ich möchte dich nicht mehr missen, auch wenn noch nicht immer alles so rund läuft, wie es vielleicht sollte. In den 9 Tagen, die du nun schon bei uns bist, haben wir auch schon ein paar Sachen entdeckt, die dich ausmachen:

  • Von Anfang an hast du eine ganz starke Saugkraft. Das hat jede Hebamme im Krankenhaus schon gesagt. 😉 Am Anfang konnte ich dich aber nicht einfach so anlegen, da habe ich immer Hilfe gebraucht, da du grundsätzlich erst Mal nur die Brüste angeschrieen hast. Inzwischen klappt das aber auch sehr gut.
  • Du saugst total gerne an meinen Brüsten (und schläfst dabei ein). Meine Hebamme meinte, du seist wohl ein klassisches „Busenkind“. Du kannst den ganzen Tag saugen und auch dann noch, wenn du eigentlich schon schläft. Als ich noch keine Milch hatte hast du mal eine ganze Stunde lang an meinem Finger gesaugt. Inzwischen nimmst du auch immer mal einen Schnuller (damit ich meine Brüste entlasten kann).
  • Wenn ich dich anlegen möchte und du richtig Hunger hast, bist du so gierig, dass du die Milch aus deinen Händen saugen möchtest. Das sieht so süss aus. Und dann ärgerst du dich, dass keine Milch kommt. 😉
  • Du liebst den Geruch/die Nähe meiner Brüste oder auch von mir (in meiner Betthälfte). Hier schlummerst du immer am friedlichsten und ruhigsten.
  • Wenn andere Menschen (also nicht Mama und Papa) mit dir reden, dann machst du große Augen, drehst den Kopf in ihre Richtung und hörst ganz gespannt zu.
  • Du liebst es bei Mama oder Papa auf/an der Brust zu sein. Da schmiegst du deinen Kopf dann immer ganz eng an den von Mama oder Papa und schnupperst deren Duft und wirst ganz ruhig und schaust dich ganz gespannt um.
  • Du kannst schon richtig gut deinen Kopf halten!
  • Du magst es im Maxi Cosi Auto zu fahren (innerhalb einer Minute schläfst du) und auch im Kinderwagen fühlst du dich sehr wohl.
  • Du möchtest nicht unbedingt den Schlafplatz wechseln. 😉
  • Du magst es überhaupt nicht, gewickelt zu werden. Hier schreist du grundsätzlich. Meistens beginnst du sobald du hingelegt wirst und schreist, bis du wieder aufgenommen wirst. Das war schon im Krankenhaus so und ist auch zu Hause nicht anders.

Wow. Doch schon einiges, was so einen kleinen Menschen aus machen kann. Das sind vielleicht auch Dinge, die typisch für jedes Baby sind?! Das kann ich aber nicht beurteilen. Schließlich hatte ich noch nie sooo intensiven Kontakt mit einem Baby.
Aber auf jeden Fall sind das Dinge, die dich gerade charakterisieren.

 
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Verfasst von - 30. November 2012 in Gefühlswelt

 

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